Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Betriebsweg-Sperrung unter der Levensauer Hochbrücke bis Ende November

Ersatzneubau der Brücke wird vorbereitet

Ausgabejahr 2020
Datum 13.08.2020

Auf dem nördlichen Ufer des Nord-Ostsee-Kanals (NOK) laufen die Vorbereitungen für den Ersatzneubau der ersten Levensauer Hochbrücke. Der obere Betriebsweg unter der Brücke ist wegen der Arbeiten bereits gesperrt; nun wird aus Sicherheitsgründen auch eine Sperrung des unteren Betriebsweges direkt am NOK erforderlich.

„Unter der ersten Levensauer Hochbrücke wird die Böschungskrone um zwei Meter abgesenkt“, sagt Projektleiter Andreas Rasmus vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Kiel-Holtenau. „Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass dabei Material auf den unteren Betriebsweg fällt, muss dieser vom 17. August bis voraussichtlich Ende November gesperrt werden“. Außerhalb der werktäglichen Arbeitszeiten und an den Wochenenden solle der untere Betriebsweg nach Möglichkeit für die Allgemeinheit geöffnet werden, erläutert Rasmus.

Die empfohlene Umleitung für Fahrradfahrer am NOK verläuft aus Westen kommend über die Straße „Levensau“ zur Kreuzung Eckernförder Straße / Altwittenbeker Straße und von dort über die erste Levensauer Hochbrücke nach Suchsdorf. Weiter in Richtung Holtenau geht es entweder durch die B76-Unterführung „Am Wiesenhof“ und durch das Projensdorfer Gehölz oder über den südlichen NOK-Betriebsweg. Nach Westen verläuft die Umleitung in umgekehrter Richtung. Das WSA bittet um Verständnis für die Einschränkungen.

Betriebsweg-Sperrung unter der Levensauer Hochbrücke: empfohlene Umleitungen Betriebsweg-Sperrung unter der Levensauer Hochbrücke Empfohlene Umleitungen Quelle: WSA Kiel-Holtenau

Hintergrund: Ersatzneubau erste Levensauer Hochbrücke und NOK
Die erste Hochbrücke Levensau wurde 1893 erbaut und ist das älteste den Nord-Ostsee-Kanal (NOK) überspannende Brückenbauwerk. Sie führt die Kreisstraße 24 und die Bahnlinie Kiel-Eckernförde über den NOK. Ab 2024 ist mit dem Ende der technischen Lebensdauer der Brücke zu rechnen, ein Ersatzneubau ist wirtschaftlich günstiger als eine Instandsetzung. Seit 2018 laufen vorbereitende Maßnahmen für den Ersatzneubau.

Der Nord-Ostsee-Kanal ist die meistbefahrene künstliche Seeschifffahrtsstraße der Welt. Er ist nicht nur wichtiger Teil der regionalen Wirtschaftsstruktur in Schleswig-Holstein, sondern auch wesentlicher Baustein des transeuropäischen Verkehrsnetzes. Für die immer größer werdenden Schiffe bedeutet die bestehende Bogenbrücke eine Einschränkung der Durchfahrtsbreite, was sich auf den Gesamtverlauf der Passage auswirkt. Mit dem Ersatzneubau der ersten Levensauer Hochbrücke wird die Zukunftsfähigkeit des Nord-Ostsee-Kanals nachhaltig gewährleistet.