Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Schwebefähre Rendsburg – Wichtige Etappenziele erreicht!

vom 30. Jan. 2020

Ausgabejahr 2020
Datum 31.01.2020

Bei den Arbeiten zum Ersatz der neuen Schwebefähre wurden wichtige Etappenziele erreicht.

Der Planungsprozess für die Konstruktion der unteren Fahrbühne ist
abgeschlossen. Gemeinsam mit der beauftragten Baufirma wurden die
Entwürfe detailliert geplant und so optimiert, dass die künftige Stahlbaukonstruktion
robust, unterhaltungsfreundlich und dauerhaft ist.
Die entsprechenden Ausführungspläne wurden durch die Ingenieure des
WSA Kiel-Holtenau und durch externe Sachverständige technisch und
baustatisch geprüft und dem Auftragnehmer übergeben.
Die notwendigen Baumaterialien wurden im Vorwege bereits bestellt und
werden derzeit produziert. Der Beginn der Fertigung wird am neuen
Betriebsstandort in Brake an der Weser vorbereitet.
Die neue Schwebefähre erhält landseitig ein neues „Zentrum" für die
Energieverteilung und die Steuerungstechnik. Es wird die Notstromversorgung,
die Niederspannungshauptverteilung und die Anlagen der
speicherprogrammierbaren Steuerung beherbergen. Der Standort des
neuen Gebäudes liegt direkt unter der Hochbrücke, in Sichtweite des
ersten nördlichen Brückenpfeilers auf dem Betriebsgelände des WSA
Kiel-Holtenau.
„Der neue Standort bietet bessere Platzverhältnisse für spätere Unterhaltungsarbeiten
und minimiert die Länge der Kabeltrassen. Von hier aus
wird die neue Schwebefähre mit Strom versorgt und die zahlreichen
Aggregate werden mit den programmierten Befehlen gesteuert,“ erklärt
der zuständige Sachbereichsleiter.

Diese Teilbaumaßnahme wird sich durch die notwendige Baufeldfreimachung
ankündigen. Im Laufe des Februars werden auf dem Betriebsgelände
des WSA erforderliche Rodungsarbeiten durchgeführt.
Das Design des Fahrstandes der Schwebefähre ist erarbeitet. Alle für
den Fahrstand erforderlichen Geräte und Ausrüstungen mit Anzeigen,
Displays, Bedienfeldern, Schaltern und Tastern wurden untergebracht
und für den Fährmaschinisten ergonomisch angeordnet.
„Die Abmessungen und Dimensionen des neuen Fahrstandes entsprechen
denen des alten. Sie erwiesen sich als ausreichend. Der spätere
Bediener kann, angefangen vom Telefon über Funkgerät und Fahrhebel,
Touchfelder und Taster bequem und sicher erreichen. Die wichtigen
Anzeigen des Radarbildschirms und der Videoanlagen liegen direkt im
Blickfeld,“ erläutert der WSA-Mitarbeiter.
Eine letzte Überprüfung der Planung erfolgt anhand eines 1:1 Holzmodells,
das derzeit entsteht. Fachleute für Arbeitssicherheit und die späteren
Fährmaschinisten müssen die Planung abschließend begutachten.
Voraussetzung für den Betrieb der Schwebefähre ist die Erneuerung der
Schienenlaufbahn und der Tragkonstruktion. Sämtliche Bauteile der
Tragkonstruktion wurden montiert. Im südlichen Teil der Kanalbrücke
wurden die Schienenstränge bereits auf einer Länge von ca. 30 Metern
beidseitig exakt verlegt. Das ist wichtig für einen ruhigen Lauf der
Schwebefähre.
Die neue Schwebefähre kann voraussichtlich im Herbst 2020 in Betrieb
genommen werden.
Über die laufenden Arbeiten und weiteren Entwicklungen werden wir Sie
auf dem Laufenden halten.