Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Ersatzneubau Kleine Schleuse

Luftbild Kleine Schleuse Kiel mit Baustelle für neuen Düker Kleine Schleuse Kiel Luftbild Kleine Schleuse Kiel mit Baustelle für neuen Düker Quelle: WSA-Kiel-Holtenau

Die Schleusenanlage Kiel, bestehend aus der Kleinen und der Großen Schleuse, ist ein wichtiges Bauwerk für den Nord-Ostsee-Kanal. Nach mehr als 100 Jahren Betrieb muss diese saniert werden. Beginnen werden wir mit dem Ersatzneubau der im Jahr 1895 in Betrieb genommenen Kleinen Schleuse. Diese ist seit Juni 2014 vorübergehend außer Betrieb. Der Grund: Wegen zahlreicher Risse im tragenden Mauerwerk ist die bauliche Sicherheit nicht mehr gewährleistet. Seither wird der gesamte Schiffsverkehr über die Große Schleuse abgewickelt.

Die Kleine Schleuse ist jedoch von erheblicher Bedeutung für den sicheren Schleusenbetrieb. Muss eine Schleusenkammer der Großen Schleuse, beispielsweise für eine Wartung gesperrt werden, kann mit der anderen großen Kammer und den beiden Kammern der Kleinen Schleuse die Leistungsfähigkeit des Nord-Ostsee-Kanals sichergestellt werden. Erst nach dem Ersatzneubau der Kleinen Schleuse kann mit der Instandsetzung der Großen Schleuse begonnen werden.

Nach derzeitigem Planungsstand können Schiffe bis maximal 155 Meter Länge, 22,5 Meter Breite und 8,5 Meter Tiefgang die neue Kleine Schleuse nutzen. Rund 70 Prozent aller heute durch den Nord-Ostsee-Kanal gehenden Schiffe können dann die Kleine Schleuse passieren. Nur noch rund 30 Prozent der Schiffe sind so groß, dass Sie zwingend mit der Großen Schleuse geschleust werden müssen. Für den Ersatzneubau der Kleinen Schleuse rechnet der Bund mit Investitionen von rund 310 Millionen Euro.

Bei dem Ersatzneubau werden die Bedürfnisse der Sportschifffahrt stärker als bisher berücksichtigt und deren Situation deutlich verbessert.