Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Wir erneuern die Schützantriebe auf der Großen Schleuse

Mit einem Schütz wird der Wasserstand in einer Schleuse reguliert. Jede Kammer hat vier Schütze. Die Antriebe der Schütze sind in die Jahre gekommen und werden nun gegen zeitgemäße Technik ausgetauscht. Damit erhöhen wir die Betriebssicherheit der Großen Schleuse. Die Maßnahme kostet rund 1,3 Mio. Euro. Sie hat im September 2016 begonnen und soll im Verlauf des Jahres 2017 abgeschlossen werden.

Die Befüllung einer Schleusenkammer geschieht aus dem Oberwasser über zwei Umlaufkanäle, die jeweils links und rechts entlang einer Schleusenkammer verlaufen. Die Einlässe dieser Kanäle liegen in den Schleusenhäuptern (dort wo sich die Schleusentore befinden) seitlich neben den Schleusentoren. Die Schütze arbeiten wie Schieber, mit ihnen werden die Umlaufkanäle verschlossen. Jeweils ein Schütz befindet sich an einem Kanaleinlass, also insgesamt vier Stück je Schleusenkammer. Sie bestehen aus Schützgrube, Maschinenkammer, Schütztafel und Schützantrieb. In der Schützgrube befinden sich vertikale Führungsnischen, in denen sich die Schütztafel auf und ab bewegt - angetrieben bisher von einer 100 Jahre alten Mechanik und zukünftig durch hochmoderne elektrohydraulische Technik. Der gesamte Schleusungsvorgang läuft somit folgendermaßen ab:

  1. Ausgangszustand: alle Schütze und Schleusenkammer geschlossen
  2. Gleichzeitiges Heben beider Schütze am Oberhaupt
  3. Pegelausgleich zum Oberwasser
  4. Gleichzeitiges Senken beider Schütze am Oberhaupt
  5. Öffnen eines Schleusentores am Oberhaupt

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Bild 01 von 14 Bild 01 von 14 Schützgrube heute, Verbindung "Schütztafel zu Antriebsaggregat" Quelle: WSA Kiel-Holtenau