Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Schwebefähre Rendsburg – Baupläne erstellt, geprüft und zur Ausführung frei gegeben

Datum 10.02.2021

Die von der Firma Hermann GmbH aufgestellten, erforderlichen Bau- und Ausrüstungspläne für die Fertigung der Schwebefähre sind durch das WSA Kiel-Holtenau zur Ausführung freigegeben worden.

Die nach intensiv geführten Abstimmungsprozessen Mitte Dezember 2020 vorgelegten Technischen Berechnungen und Konstruktionszeichnungen für die Fertigung des „Fahrstandes“, des „Fahrwagens“ und der vier „Balanciers“ (Bild 2 und 3) wurden noch einmal sorgfältig durch die Ingenieure des WSA und den Prüfstatiker kontrolliert. Neben der bereits im vergangenen Jahr gestarteten Fertigung der „Fahr-bühne“ (Bild 1) sind im vergangen Monat damit grundlegende Voraus-setzungen für die Produktion aller Komponenten gegeben. Das Materiallager am Fertigungsort Brake wurde im Laufe des vergangenen Monats gefüllt. Die Zulieferung der Baustoffe und von speziell für die Konstruktion des Fahrwagens vorgefertigten Brenn- und Kantteilen ist umfangreich erfolgt (Bild 4).

Die Fertigung in Brake kann zurzeit keine Fahrt aufnehmen. „In der letzten Woche hat der Auftragnehmer, Fa. Hermann GmbH, darüber informiert, dass für den Fertigungsort Brake Quarantänemaßnahmen notwendig wurden. Ein Mitarbeiter ist am Corona-Virus erkrankt. Die Geschäftsführung ordnete daher zum Schutz der Belegschaft für alle Kontaktpersonen eine Quarantäne an. Der Bau der Schwebefähre sei zwar nicht gestoppt, jedoch kann nicht mit der geplanten vollen Mitarbeiterstärke gefertigt werden, so dass es kurzfristig zu Verzögerungen kommt. Inwieweit dies Auswirkungen auf den weiteren Projektverlauf hat, kann noch nicht abschließend abgeschätzt werden. Man gehe jedoch davon aus, dass durch Beschleunigungsmaßnahmen die angestrebten Termine umgesetzt werden können“, berichtet der Vertreter des WSA Kiel-Holtenau.

Das Engineering im Bereich der Steuerungstechnik läuft ungebremst. Das Zulieferungsunternehmen, Actemium Cegelec GmbH, welches für die Entwicklung der Steuerungstechnik, die Lieferung der Hard- und Software verantwortlich ist, bereitet am Standort Hamburg den Factory Acceptance Test (FAT) (oder auch: Werksabnahme) vor. „Mit dem „FAT“ erbringt der Auftragnehmer den grundlegenden Nachweis, dass alle technischen und qualitätsbezogenen Anforderungen erfüllt wurden und das Zusammenspiel und der Datenaustausch zwischen den verschiedenen Komponenten auf Schwebefähre, Brücke und Technikzentrum fehlerfrei funktionieren“, erklärt der Vertreter des WSA Kiel-Holtenau.

Alle Beteiligten hoffen, das Ziel einer Inbetriebnahme der neuen Schwebefähre im Sommer 2021 nicht aufgeben zu müssen.

Über die laufenden Arbeiten und weiteren Entwicklungen werden wir Sie auf dem Laufenden halten.

Fotos siehe Pressemitteilung: