Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasser- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau

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Inhalt: Fußgängertunnel Rendsburg - am 28.05.2015 wurde er 50 Jahre alt

Am 28.05.1965 wurde der Fußgängertunnel als neue Verbindung zwischen Rendsburg und Westerrönfeld dem Verkehr übergeben. Er quert den Nord-Ostsee-Kanal an der Stelle der alten Drehbrücke von 1913. Das Wasser- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau ist zuständig für Betrieb und Unterhaltung der Tunnelanlage.

Als in den fünfziger Jahren sowohl der Schiffsverkehr als auch der Straßenverkehr erheblich anstieg, reichte die Rendsburger Drehbrücke nicht mehr aus. Immer häufigere und längere Brückenöffnungen führten zu langen Staus auf der kreuzenen Bundesstraße. Es wurde deshalb der Rendsburger Straßentunnel konzipiert, zunächst mit einer Mittelröhre für Fußgänger und Radfahrer. Aus Platzgründen und weil gleichzeitig die Bundesstraße B 77 als Umgehungsstraße westlich am Stadtgebiet Rendsburg vorbeigeführt werden sollte, konnte der Tunnel mit seinen langen Rampen nicht direkt neben der Drehbrücke errichtet werden. Durch die Verlagerung 600 Meter weiter nach Westen wären für die Fußgänger jedoch erhebliche Umwege entstanden. Deshalb wurden zwei getrennte Tunnelbauwerke errichtet, der Straßentunnel (am 25.07.1961 eröffnet) und der Fußgängertunnel, dessen Bau 1962 begann.

 
Einige Daten zum Fußgängertunnel
  • Bauzeit: 1962 – 1965
  • Baukosten: 13 Mio. DM
  • Eröffnung: 28.05.1965
  • Tunnelröhre: gebaut im Schildvortrieb
  • Tunnellänge: 130 m
  • Tunneldurchmesser Außen: 5,06 m / Innen: 4,66 m
  • Oberkante Röhre: –17,88 m NN (Kanalsohle liegt auf -11,20 m NN)
  • 4 Fahrtreppen (Rolltreppen) mit je 55,90 m Gesamtlänge
  • 2 Aufzüge mit Förderhöhe 28,00 m
  • Rund um die Uhr besetzter Leitstand (Tunnelüberwachung)
  • Bilder vom Tunnel finden Sie auch hier auf dieser Seite: Bilder vom NOK

Die Drehbrücke wurde bereits 1961 nach der Inbetriebnahme des Straßentunnels außer Dienst gestellt. Von 1961 bis 1965 wurde daher ersatzweise eine Fähre für den Fußgänger- und Radfahrerverkehr eingesetzt. Im Gegensatz zum Straßentunnel, der zum Teil im Absenkverfahren und zum Teil in offener Bauweise errichtet wurde, kam beim Fußgängertunnel der Schildvortrieb zum Einsatz. Die Schifffahrt wurde während des Baus nicht behindert.

Am Eingangsgebäude Nord befindet sich die Betriebszentrale (Leitzentrale) mit dem rund um die Uhr besetzten Leitstand zur Überwachung der Tunnelanlagen. Der Tunnel ist kameraüberwacht.

Auf jeder Seite führen zwei Rolltreppen und je ein Fahrschuhl bis auf eine Tiefe von 27 m unter Kanalwasserspiegel. Die Fahrtreppen waren zur Zeit des Einbaus im Jahr 1965 die längsten Fahrtreppen Westeuropas.

Nach fast 40 jährigem Betrieb wurde der Tunnel ab 2003 erstmalig grundinstandgesetzt. Bis heute wurden die nachstehenden Arbeiten durchgeführt.