Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau

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Inhalt: Kanalfähre Küstrin

Die Fähre "Küstrin" wurde in den 60er Jahren auf der Saatseewerft (Rendsburg) gebaut. Ab dem Jahr 1993 wurde diese Fähre im Rahmen einer Prototyperprobung mit einem neuen Steuerhaus versehen. Hauptziel war eine deutliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die Fährführer, u.a. durch eine veränderte Fahrposition und eine leichtere Bedienung der Antriebe. Dies erforderte ein größeres Steuerhaus. Da es sehr unüblich ist, auf Wasserfahrzeugen überragende Strukturen zu bauen, musste das Steuerhaus über dem Fahrraumprofil der Fahrbahn erweitert werden. Die darunterliegende Stahlkonstruktion ist notwendig, um so das Haus insgesamt schwingelastisch lagern zu können.

In dem sich anschließenden Erprobungsprozess hatten die Fährführer Umstellungsschwierigkeiten mit der höheren und zur Fährmitte hin verschobenen Position. Der Prototyp konnte sich in der Praxis nicht durchsetzen. Der Steuerstand wurde deshalb weiter optimiert - z.B. wurde die damalige Prämisse, keine überragenden Aufbauten zu verwenden, aufgegeben. Der später entwickelte Steuerstand hat sich in der Praxis bewährt. Er wird als Standard-Steuerstand bis heute auf fast allen Fähren verwendet.

Die Fähre Küstrin wird - wie die anderen NOK Fähren auch - von 2 Voith-Schneider-Propellern angetrieben. Die Motoren wurden mehrfach modernisiert. Da die Fähre eine Zulassung als Binnenschiff hat, wird die Geschwindigkeit in km/h angegeben.


Technische Daten (Der Fährkörper gleicht den der anderen Fähren.)

Länge ü.a. 29,14 m
Breite ü.a. 9,03 m
Tiefgang max. 2,22 m (inkl. Schutzkorb)
Höchstgeschwindigkeit max. 13 km/h
Antrieb 2 Voith-Schneider Propeller
Motoren 2 x Deutz, je 88 KW
Besatzung 2 (Schiffsführer, Decksmann)
 
  Fähre Küstrin'