Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau

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Inhalt: Erneuerung der Schienen für die Schwebefähre auf der Eisenbahn Hochbrücke Rendsburg

Die Schwebefähre wird neu gebaut! Im Zusammenhang damit steht die Investition eines Millionenbetrages in die Erneuerung der Schienen, auf denen die Schwebefähre fährt, und in die Unterkonstruktion, die Schiene und Brücke miteinander verbindet. Notwendig sind diese Arbeiten, weil die Schienen verschlissen sind und die Unterkonstruktion Korrosionsschäden aufweist. Planmäßig hatten wir diese Arbeiten ab dem Jahr 2020 vorgesehen, nun müssen wir sie vorziehen. Das haben wir getan. Die Arbeiten sind an eine Fachfirma vergeben und befinden sich in der Ausführung. Was bislang auf der Brücke passiert ist und welche Montagearbeiten aktuell verrichtet werden, zeigen folgende Bilder (Stand 07/2018):

 

 

An der Unterseite der Brücke ist ein verfahrbares Arbeitsgerüst installiert. Von diesem wurden in der vergangenen Zeit die Stahlbauarbeiten zur Ertüchtigung der Brückenkonstruktion ausgeführt.
Jetzt wird es auch für die Erneuerung der Schwebefährenschienen und der Schwebefährenschienenlängsträger - an beiden Seiten der Brücke - eingesetzt.
Es musste für diesen Zweck zuvor an beiden Seiten verbreitert werden. Dafür waren zusätzliche technische Berechnungen und Planungen erforderlich.

Die Schwebefähre fährt auf eigenen Schienen, je eine auf der westlichen und östlichen Seite oben auf der Eisenbahnhochbrücke.
     
  Hier wird der Arbeitswagen montiert. Große Autokräne waren notwendig.
     
 

Die alten Schienen werden demontiert. Sie sind verschlissen und müssen erneuert werden. Diese Arbeiten waren planmäßig ab 2020 vorgesehen. Durch die Havarie der Schwebefähre und den Neubau ziehen wir diese Arbeiten jetzt vor, damit bei Inbetriebnahme der neuen Schwebefähre dann auch neue Schienen inkl. sanierter Unterkonstruktion vorhanden sind.

Im Bild ist zu sehen wie die Grundplatten, auf denen die alte Schiene liegt, auf einem Teilstück entfernt werden.

     
  Hier sind Demontagearbeiten zu sehen, die vom Arbeitsgerüst aus vorgenommen werden. Niete werden ausgebohrt, Altteile entfernt. Sodann werden die Maße genommen, um die erforderlichen Neuteile durchplanen und dann herstellen zu können.
     
  Um die Arbeiten erledigen zu können, sind Hilfskonstruktionen notwendig. Hier im Bild - die roten Bauteile - sieht man eine Kranbahn, die gerade installiert wird.
Für die Herstellung und Montage der Kranbahn waren eine Reihe von technischen Berechnungen zu fertigen und Details zu klären.
     
  Die Kranbahn dient seit Januar 2018 dem horizontalen Transport der demontierten Schienenlängsträger zur Südseite der Brücke. Die Stahlteile haben eine Masse von 2.000 kg, so dass sie von Menschenhand nicht bewegt werden können. Seilzüge und Krantechnik sind erforderlich. Auf der Südseite werden die demontierten Bauteile dann 40 Meter in die Tiefe herabgelassen und von dort mit LKW weggefahren. Auch die neuen Teile werden später mit dieser Kranbahn an ihren Einbauort gebracht und montiert.
     
 

Am Dienstag, dem 30.01.2018 waren alle technischen Vorkehrungen getroffen. Das erste von insgesamt 38 Teilstücken wurde vom Brückenüberbau getrennt und oben auf der Brücke seitlich zwischengelagert.

Mehrere Teilstücke pro Woche wurden nun demontiert, dann horizontal zum südlichen Ufer verfahren, dort gesammelt und an einem Tag der Woche aus der Höhe auf den Boden zum Abtransport abgesenkt.

Diese Arbeiten mussten mit größtmöglicher Umsicht durchgeführt werden. Alle Arbeiten müssen unter laufendem Betrieb der Brücke stattfinden: Schiffs- und Bahnverkehr sind permanent zu beachten.

Im Bild ist das erste demontierte Teilstück des Schienenlängsträgers im Kran hängend zu sehen.

     
  Die Schienenlängsträger an beiden Seiten der Brücke sind demontiert, zu Boden abgelassen und abtransportiert. Im April 2018 konnten wir diese Arbeiten beenden.

Nun müssen noch die sogenannten Konsolen ausgetauscht werden. Neue Konsolen werden die neuen Schienenlängsträger tragen. Wiederum waren umfangreiche Überlegungen, technische Berechnungen und das Konstruieren der Verbindungen und der neuen Teile erforderlich.

Im Bild sehen wir eine ausgetauschte Konsole, die kraftschlüssig mit der Brückenkonstruktion verschlossert ist. Unsere Planung konnte von den Handwerkern umgesetzt werden.

Insgesamt sind 32 Stück Konsolen zu erneuern.
  Die Stahlbauarbeiten können nur von dem verfahrbaren Arbeitsgerüst aus erfolgen, so dass wir immer nur an einem Ort arbeiten können.

Um flexibler agieren zu können und ggf. noch zügiger bei den schwierigen Montagearbeiten zu werden, bereiten wir derzeit ein zweites verfahrbares Arbeitsgerüst vor. Das soll so schnell als möglich zum Einsatz kommen.
     
  Eine besondere Herausforderung ist, dass die Arbeiten mit dem laufenden Zugverkehr koordiniert werden müssen. Der Zugverkehr darf nicht beeinträchtigt werden und so können viele Arbeiten nur in den Zeiten stattfinden, in denen kein Zug fährt.
     
  Der Raum zwischen dem fahrenden Zug und dem Schienenträger der Schwebefähre ist knapp. Die Platzverhältnisse sind sehr beengt. Sicherheit geht vor!