Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau

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Inhalt: Inspektion und Instandsetzung der Schwebefähre in Rendsburg

Schwebefähre wurde vom 18. Juli bis zum 22. August 2015 außer Betrieb genommen und fit gemacht

In dem Zeitraum der Sommerferien 2015 standen umfangreiche Arbeiten an der Schwebefähre in Rendsburg an. Da diese Arbeiten nicht im laufenden Betrieb durchgeführt werden können, musste die Schwebefähre vom 18.07. bis zum 22.08.2015 außer Betrieb genommen werden. Da die Schwebefähre sehr stark von Schülern genutzt wird, die mit dem Fahrrad von Osterrönfeld nach Rendsburg pendeln, wurde die Stillliegezeit bewusst in die schleswig-holsteinische Ferienzeit gelegt. Die Schwebefähre benötigt eine „große Inspektion“, bei der die Bestandteile der Antriebseinheiten wie Elektromotoren, Getriebe, Lager, Antriebsräder usw. auf Verschleiß überprüft, gewartet und bei Bedarf ausgebessert oder getauscht werden.

Oben an der Brücke befindet sich der sog. Oberwagen an dem die Schwebefähre hängt. Hier wurden folgende Arbeiten erledigt: 8 Räder, 4 Getriebe und 4 Motorensätze, bestehend aus Hauptfahrmotor und Notantriebsmotor wurden demontiert. Die Motorsätze wurden komplett grundüberholt, alle demontierten Teile wurden gereinigt und das Getriebe wurde kontrolliert. Ein Ölwechsel wurde durchgeführt und die Lager der Antriebswelle gewechselt. An 8 Rädern wurden die Radnarben plangedreht, die Maße bestimmt und die Laufbuchsen erneuert. 16 vorgefertigte Verschleißscheiben wurden auf Endmaß gedreht. Radbolzen wurden befundet und 4 Bolzen wurden ausgetauscht. Die Radkästen wurden gereinigt und auf Verschleiß überprüft. 2 Schwingenbolzen wurden gezogen und befundet - ohne Verschleiß festzustellen. Alle Komponenten wurden wieder montiert, ausgerichtet, und eingestellt. Das Auffangnetz unter dem Oberwagen wurde abgebaut und ein neues Netz wurde montiert. Die Inspektionsplattform wurde demontiert une eine neue vorgefertigte Plattform montiert. Geländer und Gitterroste am Oberwagen wurden demontiert und ein neues, höheres Geländer und Gitterroste wurden montiert. Die Stahlteile wurden auf der Werft vorgefertigt und verzinkt, die dazugehörige Statik von einem Ingenieurbüro erstellt. Schienenstöße wurden kontrolliert, einige geschweißt und geschliffen.

An der Schwebefähre selbst wurden folgende Arbeiten durchgefährt: Die Fähre wurde auf Position gebracht und aufgepallt. Die Schranken, Schrankennotbetrieb, Flurplatten, Gitterroste, Gitter Rettungsflöße usw. wurden demontiert. Dann wurde die Fähre einrüstet und einplant, ein Rollgerüst wurde auftebaut. Die Fähre wurde komplett gewaschen, geschliffen und mit drei Anstrichen versehen. Eine neue, vorgefertigte Notleiter wurde montiert, dazu die Geländer verlängert - jeweils nach Entwurf und statischem Nachweis eines Ingenieurbüros. 2 Befestigungsbolzen der Seile wurden gezogen und vom TÜV befundet. Die Kabel zum Oberwagen wurden kontrolliert. Die Antriebe der Fußgängerpforten wurden konrolliert und hier wurden die Rollen ausgetauscht. Die Batterien des Notantriebs wurden durch neue gewechselt. Der hölzerne Boden im Fahrbereich und Fußgängerbereich wurde überprüft, einige Bohlen wurden ausgetauscht. Alle Schaltkästen wurden kontrolliert und von innen gereinigt. Die Leiter zum Dach des Deckshauses wurde ausgetauscht und um einige Stufen am Mast erweitert. Ein Steigschutz wurde montiert. Nach Erledigung von noch diversen kleineren Stahlarbeiten erfolgte die Überprüfung der technischen Ausstattung des Fahrstandes. Das Ruderhaus, die Rollos und die Ausstattung wurde gereinigt.


Eisenbahnhochbrücke mit Schwebefähre.
Antrieb, etc.
Gerüstaufbau.
Arbeiten am Fahrwerk.
Einhausung des "Fährkörpers".
Gerüstarbeiten am Oberwagen.
Hauptmotor, Notantrieb und Getriebe.
Hauptmotor, Notantrieb und Getriebe.
Antriebsrad.