Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau

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Inhalt: Tipps für die Sportschifffahrt für das sichere Durchfahren der großen Kieler Schleuse

Nachstehend sind einige Tipps / Verhaltensregeln aufgeführt, die Ihnen das Durchfahren der Kieler Schleusenanlage einfacher machen können.


1.   Funken
Hören Sie gerne den Funk eine Weile aufmerksam mit, stellen Sie aber bitte nicht sofort Fragen und rufen Sie auch bitte nicht sofort den Schleusenleitstand an. Sportboote brauchen den Schleusenleitstand eigentlich garnicht anzurufen. Denn Sie werden vom Schleusenmeister gesehen. Und es wird auf Sie reagiert. Die Schleusenmeister müssen oft doppelt so viele Funkanrufe mit Sportbooten abwickeln als mit den Kollegen aus der Berufsschiffahrt; obwohl mehr als doppelt so viele Berufsschiffe (ca. 30.000 bis 35.000) durch die Schleusen fahren als Sportboote (ca. 12.000). Gleichwohl haben wir für dringende Informationsbedürfnisse eine Telefonnummer eingerichtet mit der Sie den Schleusenmeister in Kiel-Holtenau erreichen können: 0431-3603-152
 
         
2.   Funkkanäle
Wenn Sie doch einen Funkspruch absetzen: achten Sie bitte darauf, dass Sie den Schleusenmeiser möglichst präzise informieren. Aber übergenau sollte es auch nicht sein. Wie so oft geht es um die goldene Mitte. Vor welcher Schleuse sind Sie? Große Schleuse? Kleine Schleuse? Von See kommend oder im Kanal? Das insteressiert. Aber auf die Angabe Ihrer Position in Grad und Minuten vom GPS ablesen und einzeln durchgeben dürfen Sie gerne verzichten. Ganz wichtig: Machen Sie sich bitte vorher kundig, so dass Sie wissen, wo Sie sind und was Sie umgibt. Wo sich die Nordkammer der Kleinen Schleuse befindet, wenn im Funkverkehr davon gesprochen wird, sollte halt möglichst klar und keine Frage sein, die Sie per Funk dem Schleusenmeister stellen. Wenn Sie die Schleuse Kiel-Holtenau erreichen wollen, sprechend Sie sie bitte mit »Kiel Kanal vier« an (nicht "Schleuse Kiel-Holtenau" oder ähnliches). Aber grundsätzlich gilt: bleiben Sie am Besten einfach auf Standby, Kanal 12 = "Kiel Kanal vier", der Schleusenmeister sieht Sie! Sie erreichen je nach dem wo Sie im Kanal gerade sind Ihren richtigen Ansprechpartner über diese Kanäle:
  • Schleusenbereich Brunsbüttel: Kanal 13 (Ruf – Kiel Kanal I)
  • Streckenbereich Brunsbüttel – Breiholz: Kanal 2 (Ruf – Kiel Kanal II)
  • Streckenbereich Breiholz – Kiel-Holtenau: Kanal 3 (Ruf – Kiel Kanal III)
  • Schleusenbereich Kiel-Holtenau: Kanal 12 (Ruf – Kiel Kanal IV)
 
         
3.   Reine Sportbootschleusungen
Bei einer ausreichenden Anzahl von Sportbooten wird in der Hauptsaison verkehrsabhängig eine ausschließliche Sportbootschleuseung am Vor- und Nachmittag durchgeführt. Bitte achten Sie auf die Durchsagen über UKW Kanal 12 und der Wecheseltextanzeige Binnenbereich (Wartebereich Kanal-Nordseite).
 
         
4.   Wartebereiche
Warten Sie im Kanal bitte vor den Kieler Kanal-Schleusen an der Wartestelle für Sportboote im Bereich der Nordseite. Warten Sie auf der Förde bitte im sicheren Abstand von der Berufsschifffahrt außerhalb der Schleusenzufahrten im Bereich des Tiessenkais. Im Bereich des Schleusenvorhafens der Kleinen Schleuse haben wir auf der Seite der Schleuseninsel eine Wartestelle für Sportboote eingerichtet. Fahren Sie bitte auf keinen Fall vor den Zufahrten herum, z.B. zum Sightseeing. Kreisen Sie bitte nicht. Sie verursachen sonst unklare Situationen die für die Berufsschifffahrt gefährlich werden können. Und fahren Sie bitte nicht vor den Berufsschiffen in die Schleusenkammer ein. Für die Berufsschifffahrt ist beides ein großes Problem: winzige Masten, die unkontrolliert vor ihrem Bug herumwedeln. Es gilt: Erst fährt die Berufsschifffahrt ein und dann, wenn noch Platz ist und der Schraubenstrom der Schiffe es zulässt bekommen die Sportboote ihr Einfahrtssignal (ein unterbrochenes weißes Licht).
 
         
5.   Abstand zur Berufsschifffahrt halten!
Viel zu oft fahren Sportboote zu dicht an die Berufsschiffahrt heran - auch im Kanal - und unterschätzen so die großen hydrodynamischen Kräfte die in der Umgebung eines Seeschiffes wirken. Der stärkste Sog entsteht bei den Seeschiffen in Rumpfmitte. Yachten können dann an die Bordwände eines großen Schiffes herangezogen werden. Beulen, Schrammen am Boot sowie ein großer Schrecken für die Sportbootbesatzung sind meist das Resultat. Mit gebührendem Abstand läßt sich das vermeiden!
 
         
6.   Schleuseneinfahrtssignal
Viele Sportboote deuten die Signale an den Masten auf der Schleuse falsch - oder gar nicht. Dabei ist es für Sportboote ganz einfach: ein unterbrochenes weißes Licht bedeutet – einfahren erlaubt. Alle anderen Signale bedeuten – einfahren für Sportboote verboten!
 
         
7.   Wenden in der Schleusenkammer
Wenden Sie bitte nicht in der Kammer - um z.B. gegen den Wind anlegen zu können. Dann liegen die Sportboote kreuz und quer in den Schleusen, vertreiben. Das ist dann für alle ein Problem.
 
         
8.   Ausgewiesene Sportboot-Liegebereiche in den Schleusenkammern
Konzentrieren Sie sich bitte in den Schleusenkammern nicht zu sehr nur auf das Festmachen. Achten Sie bitte auch darauf, wo sie festmachen. Beschilderungen markieren in den Großen Schleusenkammern die Haltebereiche und Halteverbotszonen. Beachten Sie diese bitte unbedingt! Legen Sie bitte dort an, wo es erlaub und sicher ist. In diesen ausgewiesenen Haltezonen liegen überall Gummimatten. Dort wird das Festmachen erleichtert. Machen Sie bitte nicht in der Schleusenmitte fest und bitte erst recht nicht an den Schleusentoren oder in den Tornischen.
 
         
9.   Vorsicht in der Schleusenkammer!
Beim Einlaufen, Festmachen und Verlassen der Schleusen können kleine Sportboote vertreiben und teils schwieriger manövrieren. Das verunsichert alle die in der Kammer liegen, besonders wenn es voll und eng wird in den Schleusen. Das Schraubenwasser kann nicht gänzlich vermieden werden. Die Maschinen großer Schiffe zu stoppen und wieder hochzufahren dauert oftmals bis zu 30 Minuten. Der Schraubenstrom lässt sich auch deshalb leider nicht ganz unterbinden. Rechnen Sie bitte mit Schraubenstrom!
 
         
10.  

Bezahlen
Die Sportschifffahrt braucht derzeit keine NOK-Befahrensabgaben zu zahlen. Warum das so ist erfahren sie - hier...