Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau

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Inhalt: Der Schaden am Tor

Als der Havarist am 21.02. (Mittwoch) um 11:30 mit zwei Schleppern die Schleusenkammer Richtung NOK verlassen hatte, wurden die Inspektionsarbeiten durch Taucher am Tor gestartet. Den Schaden unter Wasser zu inspiezieren war die prioritärste Aufgabe. Es bestand die Hoffnung, dass trotz des Schadens ein Torwechsel noch möglich ist. Der Tauchereinsatz am 21.02. nachmittags hat nunleider ergeben, dass das Tor auch unter Wasser in einem so erheblichen Maß zerstört ist, dass es mit WSA-eigenen, technischen Mitteln nicht aufgeschwommen und entfernt werden kann. Zwei Gründe sprechen dagegen:

  1. Das Tragwerk des Schleusentores ist auch unter Wasser so stark geschädigt, dass die Stabilität des Tores infrage steht. Bis 7 m unter der Wasserspiegeloberfläche hat der Havarist das Tor zerstört. Ein großer Teil des Tores ist nicht mehr vorhanden. Wenn das Tor in diesem Zustand aufschwimmen würde, wäre ein Versagen des Tragwerks die mögliche Folge. Dem Tor fehlt aufgrund der großen Beschädigung die notwendige Stabilität.
  2. Über 16 im Tor eingebaute Ballasttanks ist es möglich, ein Tor aufzuschwimmen und dann mit Schleppern zu verholen. Die Ballasttanks werden mit Pressluft gefüllt, das Wasser wird damit aus den Tanks herausgedrückt und das Tor schwimmt auf. Von den 16 Ballasttanks sind mindestens 5 zerstört, das hat die Taucheruntersuchung ergeben. Obwohl das Tor so konstruiert ist, dass einige Ballasttanks bei einer Kollision beschädigt werden dürfen, sind 5 Ballasttanks doch zu viel. (Bei der Kollision der Vectis Eagle mit dem Schiebetor in Torbahn 1 wurden 3 Ballasttanks getroffen, das Tor konnte noch ausgebaut werden.)

Wir haben sofort Kontakt zu Firmen aufgenommen, um die Baumaßnahme in die Wege zu leiten, mit der das zu Teilen zerstörte Schiebetor aus seiner Torbahn entfernt werden soll. Die Vergabe des Auftrags haben wir im sog. Verhandlungsverfahren (d.h. freihändig, schnellstmöglich) durchgeführt.


9. KW: Das beschädigte Tor (IST-Situation)
Das Tor ist bis 7 m unter Wasser zerstört.
20.02.18: Schadensausmaß
21.02.18: Taucheruntersuchung
21.02.18: WSA-Taucher inspizieren das Tor.
Schleusenschiebetor (Archivbild)
Lage der Ballasttanks
Im Dock (Archivbild)
Schwimmendes Schleusenschiebetor (Archiv)
09.04.2018: Die beiden Torhälften in der Werft
Im Dock 8a der Werft German Naval Yards